Wie spannend ist die Ausbildung zur Steuerfachangestellten?

Eine Ausbildung zur Steuerfachangestellten – ist das nicht furchtbar langweilig? Man hat doch den ganzen Tag nur mit trockenen Zahlen zu tun, oder? Dass das ganz und gar nicht so ist, erzählt dir unsere Auszubildende Irina, mit der wir in ihrem 2. Lehrjahr ein kleines Interview geführt haben. Also, mach dir selbst ein Bild – und vielleicht bewirbst du dich bei uns für ein Praktikum oder einen Ausbildungsplatz ... 

Interview mit unserer Auszubildenden

Irina, du bist jetzt im 2. Lehrjahr in der Ausbildung zur Steuerfachangestellten.
Wieso hast du dich für genau diesen Beruf entschieden?
Das verdanke ich meinem Klassenlehrer in der 9. Klasse. Ich wusste nicht so richtig, in welchem Berufsfeld ich mein Praktikum machen sollte. Da ich gut in Mathe bin und auch gerne mit Menschen umgehe, dachte ich zuerst an eine Stelle in der Bank. Doch die wenigen Praktikumsplätze waren schnell besetzt. Mein Klassenlehrer empfahl mir dann, in der Steuerberaterkanzlei Heidecker-Oberteicher Wieland hier in Schloß Holte-Stukenbrock ein Praktikum zu machen und erzählte mir ein bisschen über die Aufgaben.Ich habe mich beworben, ein sehr nettes und informatives Vorstellungsgespräch gehabt und mein dreiwöchiges Praktikum hier gemacht. Da ich toll aufgenommen wurde und es auch echt interessante Aufgaben für mich gab, war für mich eigentlich nach dem Praktikum klar, dass Steuerfachangestellte der perfekte Beruf für mich ist. Dass ich mich direkt bei HOW bewerbe, war für mich ebenso logisch. Darüber freuen wir uns natürlich sehr. Erzähl doch mal, was du in den bisherigen zwei Jahren so gelernt hast.Gerne. Also, die Ausbildung zur Steuerfachangestellten ist ja eine sogenannte duale Ausbildung. Das heißt, man geht abwechselnd in die Steuerberaterkanzlei und in die Berufsschule. Entweder an festen Tagen in der Woche oder in mehrwöchigen Berufsschulblocks. Im ersten Lehrjahr habe ich zum Beispiel erst einmal die ganzen allgemeinen Grundlagen zum Thema Wirtschaftslehre gelernt, damit kennt man sich ja – wenn man nicht auf der Höheren Handelsschule war – eigentlich gar nicht aus.Dazu kamen dann auch noch Rechnungswesen und natürlich Steuerlehre. Hier lernt man beispielsweise, wer überhaupt welche Steuern zahlen muss, wie sich der Familienstand auf die Steuerhöhe auswirkt, wie man Geldströme mithilfe des Rechnungswesens überwachen und erfassen kann und noch viele andere Dinge. Das ist zwar alles ziemlich komplex, aber gleichzeitig auch richtig spannend. Besonders toll finde ich, dass ich alles, was ich in der Schule lerne, hier in der Kanzlei gleich in der Praxis anwenden kann oder zumindest sehe, wie es angewendet wird. Natürlich kann ich noch keine umfangreichen Aufgaben wie komplette Jahresabschlüsse für große Unternehmen alleine erstellen, aber ich schaue meinen Kollegen oft über die Schulter. Und dann kommt schnell der Gedanke: „Ach, ja, das hast du gerade gelernt, so wird das also eingesetzt.“ Dadurch vertieft sich das Berufsschulwissen automatisch und die Anwendung fällt gar nicht schwer.Außerdem bekommt man als Auszubildende bei HOW auch schon ganz früh Aufgaben, die man eigenverantwortlich übernehmen und ausführen kann. Wenn sich zum Beispiel jemand selbstständig macht, hat er anfangs vielleicht noch nicht so viele Aufträge. Das heißt auch, dass es noch nicht viele Rechnungen und Geschäftsfälle und somit nicht so viele Buchungen gibt. Diese Buchungen kann ich dann – nach entsprechender Einarbeitung – komplett durchführen und bin für diese Person auch eine feste Ansprechpartnerin. Natürlich ist das eine Absprache mit dem Kunden und wenn ich mir einmal nicht so sicher bin, kann ich jederzeit meine Kollegen fragen. Aber so habe ich fast von Anfang an gelernt, konkrete Fälle zu bearbeiten.Das gibt mir das gute Gefühl, dass ich wirklich etwas leiste und nicht nur theoretische Fallstudien bearbeite. Das macht wirklich Spaß und ist auch nicht selbstverständlich. 
Video: Digital schafft Perspektive
Gibt es auch etwas, das du nicht so toll findest an deiner Ausbildung?Hm, da muss ich mal überlegen. Es gibt halt Berufsschulfächer, die mir nicht so liegen und in denen ich schon früher eher durchschnittliche Noten hatte. Englisch ist zum Beispiel so ein Fach, ich bin eben mehr der mathematisch-analytische Typ. Aber da Steuerfachangestellte auch mit international tätigen Unternehmen in Kontakt kommen, gehört Englisch einfach dazu. Und seit ich die Sprache konkret anwende, werde ich auch immer besser.Ganz am Anfang fand ich Steuerlehre ein bisschen verwirrend und wusste nicht so richtig, wie alles zusammenhängt. Aber ich kann wie gesagt jederzeit bei den Kollegen nachfragen, auch bei den Auszubildenden, die im Lehrjahr über mir sind, so dass es immer jemanden gibt, der mir bestimmte Dinge erklären kann. Und wenn es auf die Prüfung zugeht, weiß ich ja, dass ich bei HOW auf interne Schulungen und Prüfungsvorbereitung setzen kann. Aber durch die enge Verknüpfung von Theorie und Praxis kommt man wirklich gut in alle Themen rein und versteht auch schnell, wie sie angewendet werden. Das hört sich ja gut an. Wem würdest du denn eine Ausbildung bei uns empfehlen?Am liebsten jedem! Aber natürlich gibt es auch Menschen, für die dieser Beruf wohl nicht so geeignet ist. Wie alle Berufe, die mit Zahlen und festen Vorschriften oder Gesetzen zu tun haben, bietet auch der Beruf der Steuerfachangestellten logischerweise nicht so viele Möglichkeiten für Kreativität. Außerdem muss man verschwiegen sein und die detaillierten Einblicke, die man in die Finanzen von Menschen und Firmen bekommt, natürlich komplett für sich behalten. Wichtig ist meiner Meinung nach auch noch, dass man gut mit Menschen umgehen kann, freundlich und höflich ist und vielleicht auch noch, dass man gut erklären kann. Denn für viele Privatpersonen ist die Steuererklärung ein Buch mit sieben Siegeln, da muss man schon das ein oder andere verständlich darstellen können.Naja, und fit in Mathe sollte man auf jeden Fall sein. Hast du schon Pläne, wie es nach der Ausbildung für dich weitergehen soll?Ich bin ja erst im 2. Lehrjahr, da denke ich erst einmal nur an die Prüfung in einem Jahr. Ich glaube, ich möchte einige Zeit als Steuerfachangestellte arbeiten, um Erfahrung zu sammeln und wirklich Routine zu bekommen. Am liebsten natürlich weiter hier bei Heidecker-Oberteicher Wieland. Wenn ich doch noch studieren möchte, könnte ich Betriebswirtschaft oder Volkswirtschaft studieren und dann die Prüfung zum Steuerfachwirt oder Steuerberater ablegen.Aber das ist alles noch Zukunftsmusik – trotzdem ist es gut zu wissen, dass ich Aufstiegsmöglichkeiten habe. Jetzt bin ich jedenfalls sehr zufrieden und froh, in so einem guten Ausbildungsbetrieb mit wirklich netten Kolleginnen und Kollegen zu sein. Das können wir nur zurückgeben. Vielen Dank für das Gespräch.  

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